Engagement und Solidarität - Möglichkeiten des Sozialen Engagements in der KHG Mainz

Mitglieder der KHG Mainz sind in verschiedenen Feldern aktiv und freuen sich über interessierte Personen, die sich ebenfalls engagieren möchten. Kontaktaufnahme ist möglich im persönlichen Gespräch nach den Gottesdiensten oder über die angegebenen Adressen und Internetseiten.


1. Gemeindeprojekt der KHG St. Albertus im Armenviertel “El Consuelo“ in Bogotá/Kolumbien

Mit diesem Projekt schaut unsere  Gemeinde über ihren eigenen Tellerrand hinaus und unterstützt die Arbeit von Schwester Maria Dolores und ihrer Mitschwestern in El Consuelo. 

Die Schwestern leben zusammen mit  den Menschen in diesem Armenviertel am Stadtrand von Bogotá. Sie kennen ihre Sorgen und Nöte, die meisten Einwohner sind Flüchtlinge und Vertriebene des Bürgerkriegs. Ohne Hilfe und Orientierungsmöglichkeiten haben sie keine Chance.

Die  Missionsarbeit der Schwestern  besteht im Wesentlichen darin, nach christlichem Verständnis lebenswerte Umstände herbeizuführen. Dabei haben sie besonders im Blick:

Erziehung und Bildung, Gesundheit und Pastorale,  

In Eigeninitiative haben sie mit den Menschen dort ein Gemeindehaus, die “Casa de la Comunidad“, erbaut, darin befindet sich

die Bibliothek für:

  • Hausaufgabenbetreuung
  • Nachhilfeunterricht
  • Computerkurse
  • Alphabetisierung von Jugendlichen und Erwachsenen
  • Freizeitprogramm für Kinder

Die Arztstation für:

  • Erste Hilfe
  • Versorgung und Betreuung von Kranken
  • Mütterberatung
  • Ernährungsprogramm für unterernährte Kinder
  • Jeden Nachmittag Arztsprechstunde

Um dieses Projekt der KHG zu unterstützen, sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Wir freuen uns über spontane und regelmäßige Spenden. Sie sind auch gerne eingeladen, sich dem Freundeskreis anzuschließen, der sich zur Förderung dieses Projekts gebildet hat.

Bankverbindung:
Kindermissionswerk AachenPaxBank
BIC: GENODED1PAX
IBAN: DE95 3706 0193 0000 0010 31
Verwendungszweck: Projekt:  A11 0214 001

Ansprechpartner:
Ursula und Friedemann Paulus
Tel. 06132-87704
Ursel.Paulus(at)t-online.de

Marie Luise Beck

 

2. Rückblick auf das Brasilien-Projekt der KHG

Die Partnerschaft mit dem Projekt in Kolumbien ist nicht das erste Engagement der KHG für eine Situation in Lateinamerika. Auch für dieses Projekt hatten sich einige Personen in der KHG engagiert.

Vor Jahrzehnten bauten Studenten der Mainzer Universität – alle hatten den Bischof Dom Sinesio persönlich in Santa Cruz kennengelernt – ein Projekt zu Unterstützung des Aufbaus einer landwirtschaftliche Schule in der Nähe von Santa Cruz auf. Ziel war es, junge Menschen auf dem Land zu halten und nicht in die Anonymität der Großstädte wie Porto Allegre abwandern zu lassen. Das Geld – recht große Summen – erarbeiteten sich die Studenten durch die Organisation des Muschelfestes in der Universität. Studenten sind an der Universität auf Zeit und als die meisten der Engagierten Mainz verließen, wurde die Gemeinde als Ganzes  gebeten, das Projekt weiter zu führen, was die dann auch tat. 

Die Partnerschaft mit dem Bistum von Santa Cruz war äußerst vital. Wir erinnern uns gerne an die vielen Besuche des immer bescheiden auftretenden, Herzlichkeit ausstrahlenden Bischofs, seine authentischen Predigten im „Hunsrückdeutsch“, sowie an die mehrwöchigen Besuche (immer als Gäste von Gemeindemitgliedern) mehrerer Priester seiner Diözese – z.B. des späteren Generalvikars Roge Hammes, von Pater Müller (betreute als Pfarrer im Bistum Santa Cruz do Sul ~100 Gemeinden!), Pater Lenz u.a. Die Vorfahren des Bischofs und vieler Priester waren aus dem Hunsrück ausgewandert; dass sie ihre Herkunftssprache bewahrten und pflegten, ist auch ein Hinweis auf die Notwendigkeit, Migrationsprozesse von den Migranten selbst her zu verstehen. 

Die Kontakte zwischen Mitgliedern der KHG und dem Bischof wurden seltener, das Projekt und auch entscheidende Personen vor Ort  haben sich verändert, so dass die weitere Unterstützung durch die Kollekte unserer Gemeinde einvernehmlich beendet wurde. In  einem Brief vom Januar 2019 hat sich Bischof Dom Sinesio noch einmal für die langjährige,  großzügige Hilfe durch die KHG St. Albertus bedankt. Gleichzeitig schreibt er seine Sorge über die aktuelle Entwicklung in Brasilien.  

 

3. Stadtteiltreff Gonsenheim

Der Stadtteiltreff Gonsenheim ist eine Gemeinweseneinrichtung, die 1998 gegründet wurde. Er liegt im Mainzer Stadtteil Gonsenheim in der Elsa-Brändström-Straße. Hier wohnen knapp 5000 Menschen aus vielen verschiedenen Nationen. 

Der Stadtteiltreff ist ein Ort der Begegnung für Menschen aus der Elsa und deren Umgebung, aber auch aus ganz Gonsenheim. Kinder, Jugendliche und ältere Menschen treffen sich hier, lassen sich in vielfältigen Fragen beraten und helfen oder nutzen ebenso unsere Angebote, die wir für jedes Alter anbieten. Inzwischen ist der Stadtteiltreff auch eine Anlaufstelle für viele Flüchtlinge und deren Probleme und Fragen. Der Treff ist gut vernetzt mit den Akteuren im Stadtteil und darüber hinaus – Kitas, Schulen, Behörden, Vereinen und Seniorenheimen. Mit allen christlichen Gemeinden Gonsenheims arbeiten wir eng zusammen, insbesondere in den Projekten „Brotkorb“, „Kindernotdienst“ und dem Flüchtlingsnetzwerk „Miteinander Gonsenheim“. Träger der Einrichtung ist der gemeinnützige Verein Stadtteiltreff Gonsenheim e.V., der auch als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt ist. Der Vorstand des Vereins ist ehrenamtlich besetzt. Zwei Pädagoginnen und ein Pädagoge leiten die Einrichtung hauptamtlich. Mit ihnen gemeinsam arbeiten 260 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf ehrenamtlicher Basis im Kinder- und Erwachsenenbereich. 

Das Projekt „Miteinander Gonsenheim“ im Stadtteiltreff hat 2015 den Mainzer Ökumene-Preis erhalten.  

Kontaktperson: Colette Smeraldy     
Mail: 
c.smeraldy(at)stadtteiltreff-gonsenheim.de
Internet: www.stadtteiltreff-gonsenheim.de

 

4. Sozialdienst katholischer Frauen SkF e.V.

Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) e.V. Mainz unterstützt Frauen und Familien in Not.                                                   Wir engagieren uns mit 31 hauptamtlichen und über 100 ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen für Frauen und Familien, die in ihrer aktuellen Lebenssituation auf Beratung und Hilfe angewiesen sind.  Arbeitsbereiche sind  Allgemeine Sozialberatung, Schwangerenberatung, Projektarbeit im Rahmen von Netzwerk Leben der Diözese Mainz, Lern- und Spielstube und der Gewaltschutz. Eine Wohngemeinschaft für Flüchtlingsfrauen und das Frauenhaus sind Einrichtungen des SkF Mainz.

Ehrenamtlich engagieren sich Männer und Frauen  bei Lernhilfe und Kochen in der Lern- und Spielstube, im Kleiderladen, in Sprach-, Koch-, Näh- und Computerkursen.

Kontaktperson: Magdalena Coridass und Margareta Klee
Infos auf: www.skf-mainz.de
Mail: magdalena(at)coridass.de oder margareta.klee(at)web.de

 

 

5. Mainzer Hospiz

Die Mainzer Hospizgesellschaft Christophorus e. V. wurde 1990 gegründet. Im Ambulanten Hospiz- und Palliativdienst begleiten heute etwa 20 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein großes Team Ehrenamtlicher schwerstkranke und sterbende Menschen  und deren Angehörige zuhause, in Pflegeeinrichtungen und im Krankenhaus. Weiterhin gibt es Angebote zur Trauerbegleitung und den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst für lebensverkürzend erkrankte Kinder und ihre Familien.

Unser Einsatz gilt Menschen  in Mainz und der näheren Region. Darüber hinaus engagieren wir uns mit Beratungen, Fortbildungen und Vorträgen bis hin zu Aufklärungsarbeit in Schulen und medizinischen Einrichtungen. Wir sind Ansprechpartner für schwerkranke Menschen, ihre Zugehörigen, Ärzte, Pflegeeinrichtungen, Sozialdienste und alle, die  Menschen in dieser Situation beistehen möchten  .

Kontaktperson: Hella Seitz
Mail: hella.s(at)t-online.de   oder
Mainzer Hospizgesellschaft:  kontakt(at)mainzer-hospiz.de
Internet: www.mainzer-hospiz.de

 

6. MentoringMainz im Deutschen Kinderschutzbund Mainz

Mentoring Mainz ist ein Angebot für aus Krisengebieten geflüchtete Jugendliche, die in Mainz eine Zuflucht gefunden haben. Die für den Kinderschutzbund Mainz e.V. ehrenamtlich tätigen Mentor*innen möchten im gesamten Stadtgebiet und darüber hinaus für die geflüchteten Minderjährigen da sein, Begleitung und Orientierung bieten. Inzwischen bezieht sich die Tätigkeit nicht mehr nur auf Minderjährige, sondern auch auf junge Erwachsene, die teilweise auch eine Begleitung benötigen. Auch gibt es zunehmend Anfragen, die sich hauptsächlich auf eine Unterstützung beim schulischen Lernen beziehen.

Die Mentor*innen arbeiten mit den Einrichtungen der Jugendhilfe, den Vormündern des Jugendamts und den Schulen fallbezogen zusammen. Die Tätigkeit wird sehr selbständig ausgeübt. Sie erfordert die Fähigkeit, sich auf die Entwicklungsbedarfe der jungen Flüchtlinge einzulassen und ihren Integrationsprozess zu begleiten. Infos auf: 

Kontaktperson: Prof. Dr. Franz Hamburger
Mail: franz.hamburger(at)uni-mainz.de 
Internet: www.mentoring-mainz.com

 

7. Diakoniebereich „interreligiöser Dialog“

In heutiger Zeit ist der interreligiöse Dialog für den gesellschaftlichen Zusammenhalt „alternativlos“. Es gilt, Gemeinsamkeiten zu erkennen, Unterschiede zu benennen und zu tolerieren, inter-und intrareligiös zu lernen, eine Verstehens-Vertrauensebene zu bilden und das bei vielfältigen religiösen und gesellschaftlichen Themen. Sich entwickelnde Beziehungen werden zur Bereicherung, auch durch gemeinsame Aktivitäten. Dies geschieht vor Ort z.B.:

- Neujahrsempfang der abrahamitischen Religionen des Dekanats Mainz-Stadt,

- CIAM (christlich-islamischer Ak Mainz), z.Zt. in Umstrukturierung,

- ISMA (christlich-islamischer Frauenkreis), z.Zt. in Umstrukturierung,

- Sarah-Hagar e.V. (trialogischer Frauenkreis in Frankfurt in Verbindung mit der dortigen Christuskirche),www.sarah-hagar.org. 

- Teilnahme an der Interkulturellen Woche in Mainz-Stadt,

- IKETH (interreligiöser Konvent europäischer Theologinnen); eine Frauengruppe die alle zwei     Jahre neben theologischer Fortbildung direkt Kontakt besonders zu Musliminnen in Südosteuropa aufnimmt, www.iketh.org.

- Ausbildung der kfd zur „Kulturmittlerin“ in Mainz.

Der Weg des Dialogs/Trialogs ist oft mühsam und langwierig, aber er lohnt sich.

Kontaktperson: Angelika Fromm
Mail: mariafromm(at)googlemail.com