“Engagement” erschöpft sich nicht in Hilfe und Wohltätigkeit. Das „Soziale“ konstituiert sich auch durch den Zusammenschluss von Gleichgesinnten, die für sich und für andere besondere Lebensformen und religiöse Vorstellungen verwirklichen wollen. Das hat im Bereich von Religion und Kirche eine starke Tradition, die heute in sehr unterschiedlichen Formen gelebt wird. Mitglieder der Gemeinde sind in verschiedenen Gruppen aktiv und laden ein, sich diesen Gruppen anzuschließen. „Gemeinde“ wird in diesen Gruppierungen manchmal zu „Gemeinschaft“.

Weniger eine kleine Gemeinschaft als vielmehr eine breite Strömung in der deutschen und europäischen Kirche ist die KirchenVolksBewegung  „Wir sind Kirche“.

1. „Wir sind Kirche“

KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche

Das Thema „Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche“ ist heute allgegenwärtig; bekanntlich hat es die Kirche in ihre tiefste Krise seit Menschengedenken gestürzt. Neu ist dieses Thema jedoch nicht: Bereits 1995 wurde der Wiener Kardinal Groer massiver sexueller Gewalt überführt und zum Rücktritt gezwungen, und schon damals erkannten viele engagierte Katholiken, dass dieses Problem systemische Ursachen hat. Sie organisierten das sog. „Kirchenvolksbegehren“, das allein in Deutschland 1,8 Millionen Menschen unterschrieben (insgesamt im deutschsprachigen Raum: 2,3 Millionen).
Es ging dabei, orientiert am II. Vatikanischen Konzil, um fünf Reformforderungen:

  • Aufbau einer geschwisterlichen Kirche (d.h. Transparenz und Teilhabe der „Laien“ bei wichtigen Entscheidungen, z.B. Bischofswahl)
  • Volle Gleichberechtigung der Frauen inkl. aller Weiheämter
  • Aufhebung des Pflichtzölibats für Priester
  • Positive Bewertung der menschlichen Sexualität
  • Frohbotschaft statt Drohbotschaft (menschenfreundliche Verkündigung statt rigider Verbotsmoral)

Um diesen Forderungen nachhaltig Ausdruck zu verleihen, bildete sich nach dieser einmaligen Aktion in Deutschland die sog. KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche. Parallel dazu entstanden auch in anderen Ländern ähnliche Gruppierungen, und längst existiert ein weltweites Netzwerk (We Are Church International, WACI).

In Deutschland hat die Reformbewegung eine lockere Organisationsform und ist offen für jede/n, der/die ihre Ziele teilt. Zweimal jährlich gibt es eine sog. Bundesversammlung als oberstes beschlussfassendes Gremium. Für die praktische Umsetzung der Beschlüsse wie auch die Repräsentation nach außen sorgt im Wesentlichen das sog. Bundesteam, das aus 6 Personen besteht und jeweils für 2 Jahre gewählt wird. Daneben gibt es AnsprechpartnerInnen für die meisten Diözesen, teilweise auch Diözesangruppen, die sich regelmäßig vor Ort treffen.

Der Schwerpunkt der Arbeit hat sich in den fast 25 Jahren des Bestehens deutlich verlagert von konkreten Aktionen oder Demonstrationen vor Ort hin zu intensiver Öffentlichkeitsarbeit und medialer Präsenz.

In ihren Anfängen war auch die KHG Mainz (unter Pfr. Richard Hartmann) ein wichtiger Stützpunkt für Wir sind Kirche: Viele Mitglieder der damaligen Gemeinde engagierten sich persönlich, das Haus stand offen für Treffen und Versammlungen. Das ist deshalb erwähnenswert, weil die Aktivitäten von Wir sind Kirche von den Bischöfen durchweg bewusst ignoriert, in Einzelfällen auch bekämpft wurden.

Die bittere Erkenntnis lautet: Wären unsere Forderungen bereits damals beachtet und aufgegriffen worden, wäre sicherlich vielen Menschen Leid erspart worden und der Scherbenhaufen heute vermutlich nicht ganz so groß!

Immerhin werden diese Forderungen aber inzwischen von einer breiten Mehrheit und sogar auch von einigen Bischöfen geteilt. Gerade in der heutigen Krise ist es daher wichtig, an diesen Themen „dran“ zu bleiben.

Das ist auch meine Motivation, bei „Wir sind Kirche“ mitzuarbeiten. Zur Zeit bin ich Mitglied im Bundesteam und Ansprechpartnerin für die Diözese Mainz.

Wenn Sie sich für unsere Arbeit interessieren, können Sie gerne mit mir Kontakt aufnehmen. Nähere Informationen gibt es im Übrigen auch auf unserer Webseite: www.wir-sind-kirche.de.

Renate Luig   
luig(at)wir-sind-kirche.de

 

2. Gefährten des heiligen Franziskus e.V.

Die „Gefährten des heiligen Franziskus“ ist eine internationale ökumenische Bewegung, die 1927 als Friedensbewegung zwischen Franzosen und Deutschen aus der katholischen Jugend entstand. Über die Jahrzehnte sind weitere 5 Länder (Niederlande, Belgien, England, Spanien, Schweden) dazu gekommen und mit ihnen die Öffnung zu anderen Konfessionen.

Ihre Hauptaktivität ist bis heute die Pilgerfahrt im Sommer an einem schönen Ort in Europa – jährlich wechselnde Länder. Wir pilgern während 9 Tagen, schlafen auf dem Boden in Pfarrhäusern, Sporthallen oder Ä.. Wir beten, singen leben einfach und  im Respekt vor der Schöpfung. Wir lieben das Abenteuer und lassen uns von der Spiritualität von Franz und Clara von Assisi inspirieren. 

Eine Besonderheit sind die täglichen Gesprächsrunden zu einem Jahresthema (zu sozialen/gesellschaftlichen/politischen/religiösen Fragen). Und für viele gilt auch die internationale sowie generationale Durchmischung der Gruppen als besondere Attraktivität. 

Kontaktperson:
Colette Smeraldy 
colettes(at)posteo.de
www.cdsf.org

 

3.Spirituelle Freizeit in Assisi 

Die jährliche Freizeit in Assisi gehört inzwischen zur selbstverständlichen Aktivität der Personalgemeinde. Sie beruht auf der Initiative von Günther Götz und lebt dann von der aktiven Beteiligung aller. Während der Freizeit sind die Teilnehmenden im Selbstversorgerhaus "Casa San Lorenzo" am Monte Subasio, ca. 5 km außerhalb von Assisi, untergebracht.  

Elemente der Freizeit sind: gemeinsam kochen und essen; Gebetszeiten; spirituelle Impulse aus dem Leben des Franz von Assisi, auch in Verbindung mit den bedeutsamen Orten; Stille und Rückzugsmöglichkeiten.

Für die Teilnehmer*innen, die ja überwiegend in „bürgerlicher Sicherheit und Behäbigkeit“ leben, ist der Aufenthalt in Assisi keine Imitation des Franziskus von Assisi. Aber die Zeit des Nachdenkens, des Betens und Miteinandersprechens, auch des Erholens, ist eine Gelegenheit, kritisch über unsere Lebensweise nachzudenken, vor allem genauer zu sehen, welche Folgen sie für uns, für andere und für die ganze Schöpfung hat. Dies ermöglicht auch immer wieder Anregungen für eine erneuerte Lebensführung. In aller Bescheidenheit. 

Rückfragen und Interessensbekundungen an:  
guenther.goetz.mainz(at)web.de

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Assisi-Aufenthalt 31.5. – 8.6.2019:
Erlebtes und Erfahrenes

Rückblicke von Erwin Kreim und Mechthild Hamburger 

Günther Götz hatte Anfang 2019 zu einer Pilger-Reise nach Assisi eingeladen.  Es haben sich acht Personen gemeldet. Die Zahl passte gerade in einen Kleinbus. Es gab Vortreffen, bei denen verschiedene Aufgaben verteilt wurden und dabei lernten sich die TeilnehmerInnen schon etwas kennen. Mein Eindruck war, das kann eine gute Erfahrung werden, sich an spirituellen Orten mit lebenserfahrenen Menschen auszutauschen.

Die drei Männer wechselten sich beim Fahren alle zwei Stunden ab – so blieben die Strapazen in Grenzen, zumal wir auch von Staus verschont blieben.

Die Zwischenübernachtung war hinter dem Brenner geplant. In Ratschings  am Jaufenpass fanden wir eine schöne Pension (Brunner) in herrlicher Landschaft.

Am Wegkreuz nahe bei der Pension starteten wir nach der Morgengebet und dem Reisesegen bei Bilderbuchwetter in den zweiten Reisetag. Vorbei an Bologna und Florenz erreichten wir gegen 16 Uhr den Supermarkt vor Assisi, wo  wir unseren geplanten Einkauf erledigten.

Als wir fünf Kilometer hinter Assisi unser Domizil „Casa San Lorenzo“ erreichten, war Ursula Rettinghaus, eine der InitiatorInnen des Projektes, auch gerade angekommen und so konnten wir sofort die Zimmer verteilen. Mehr als Worte sprechen Bilder: www.casa-assisi.de. Unsere Erwartungen über Lage und Ausstattung wurden übertroffen.

Bis auf eine Ausnahme haben wir alle Mahlzeiten unter einem großen Feigenbaum mit schöner Fernsicht eingenommen. Das werden wir sehr vermissen.

Unseren ersten Tag, einen Sonntag, begannen wir mit einem schönen Gottesdienst mit einer Agape-Feier. Danach hatten wir Zeit, uns mit dem großen Gelände vertraut zu machen, persönliche Ruckzugsorte zu finden.

Nach der Mittagspause fuhren wir zum Parkplatz am Fuße der Porta Nuova. Eine Rolltreppe brachte uns bequem zur „Oberstadt“, es herrschte sonntägliche Ruhe.

Die Fassade der romanischen Kirche Santa Chiara (1257) wurde kurz nach dem Tod der Heiligen begonnen und entspricht mit ihren klaren Formen dem Leben der hl. Klara. Die zentrale Rosette wird umrahmt von den vier Symbolen der Evangelisten.

Unser Weg führte uns zu der Taufkirche von Franziskus und Klara: St. Rufino (12. Jh.). Am erhaltenen Taufstein erklärten uns Mechthild und Franz nicht nur die Fakten, sondern hatten auch einen sehr schönen Tauftext bereit. Wir freuten uns, dass der erwartete Trubel in der Kirche ausblieb, so dass wir in aller Ruhe den Ort auf uns wirken lassen konnten.

Danach teilten wir uns in zwei Gruppen, vier entschieden sich für einen Stadt-bummel, die anderen vier stiegen zur großen Festung „Rocca maggiore“hinauf.

Von diesem Felsmassiv bietet sich ein großartiger Rundblick. Günther erklärte uns mit Hilfe seines Reiseführers aber auch die Bedeutung dieser großen Festung im Streit um die Vorherrschaft der italienischen Städte (Assisi / Perugia) aber auch zwischen den Päpsten und dem deutschen Kaiser um die Vorherrschaft. Zur Lebenszeit von Franziskus hat der Kirchenstaat seine größte Ausdehnung, Papst Innocenz III (1198-1216) erhielt sogar von den Engländern Tribut. Die Päpste instrumentalisierten die neuen Orden der Franziskaner und Dominikaner zur Ausbreitung der kirchlichen Macht ins Bürgertum.

Am Montag war das Ziel San Damiano,dieser aus dem 8. Jahrhundert stammende Ort, der für Franziskus zum Beginn seines radikalen Weges wurde. Dieser abseits gelegene Ort, ist etwas beschwerlich zu erreichen und folglich sind nicht so viele Menschen dort. Mit Hilfe des Buches des ev. Kirchenhistorikers Volker Leppin (Uni Tübingen) über Franziskus haben wir uns diesen Ort erschlossen. Hier soll Franziskus von Christus am Kreuz den Auftrag erhalten haben: „Baue meine Kirche wieder auf“. Noch bedeutsamer ist dieser Ort für die Hl. Klara, wie uns Teresa erläuterte. Nachdem wir den steilen Anstieg zu unserem Auto bewältigt hatten, freuten wir uns auf die Ruhe in der Casa San Lorenzo. 

Am Dienstag stand der Besuch in der Einsiedelei (Eremo delle carceri)auf dem Programm. Barbara und Brigitte erläuterten uns die Bedeutung des Ortes für Franziskus, der sich dorthin mehrfach mit einigen Brüdern zurückgezogen hatte. 

Es ist ein wunderbarer Ort der Meditation, obwohl zahlreiche auch jüngere Menschen aus aller Welt den Ort besuchten, herrschte Ruhe, wir lauschten den Vögeln in dem alten Steineichenwald. Wir ließen uns Zeit.

Mechthild und Franz fuhren das Auto zurück, wir anderen suchten den Weg entlang des Monte Subasio nach San Lorenzo. Erst ging es steil bergan, dann ebenso steil wieder abwärts auf herrlichen Waldwegen. Wir hatten Glück und fanden den richtigen Weg. Nach 2,5 Stunden wurden wir mit Erfrischungen empfangen – köstlich.

Am Mittwoch war unser Ziel die Portiunkula-Kapelle, die früher in einem Wald vor der Stadt lag. Franziskus wollte dort sterben. Günther erläuterte uns mit sehr persönlichen Gedanken den Ort. Hier fanden schon kurz nach dem Tod des Franziskus große Generalkapitel statt, die Teilnehmerzahlen werden von Zeitzeugen mit 3000 bis 5000 angegeben – eine kaum vorstellbare Zahl. 

Die kleine Kapelle wurde mit einer großen Basilika überbaut, ein bedeutender Wallfahrtsort.

Heute ist Portiunkula auch ein Ort des interreligiösen Dialogs und des Friedens: Es gibt eine Erinnerungstafel an die Versammlung von 1986. 

Nach einer kurzen Siesta machten wir auf Empfehlung der Hausherrin einen Ausflug ins ca. 8 km entfernteCollepino (Richtung Spello). Ein wirklich sehr gut restaurierter Ort – fast ein Museumsdorf, von dem es eine Straße zum Gipfel des Monte Subasio gibt. Es wirkte wie ausgestorben, vielleicht nur Zweitwohnhäuser, denn die Wege zur Schule und Arbeit sind beschwerlich. Ein Café hatte für uns geöffnet.

Nach der kurvenreichen Rückfahrt wurde der Pizzaofen angefeuert und die eingekauften Zutaten für Pizzen angerichtet. Jeder belegte seine Pizza individuell und in 20 Minuten waren alle 12 Pizzen gebacken – sie haben uns köstlich geschmeckt mit dem rustikalen Rotwein von Francesca (Nachbarin).

Donnerstag, schon unser letzter Tag, stand die Besichtigung der Basilika San Francesco auf dem Programm. Günther wusste einen nahen Parkplatz von dem wir in wenigen Minuten vor der Kirche standen. Christiane erläuterte uns, während wir auf unseren Führer Bruder Thomas warteten, die Baugeschichte. Hierhin strömten natürlich die Besucher vom Busparkplatz in großer Zahl, aber es ist erstaunlich, wie es den Organisatoren gelingt, Ruhe in der Kirche zu halten (keine Fotos, Selfies!).

Wir erhielten alle einen Knopf ins Ohr und Bruder Thomas erläuterte uns leise sprechend die Kirche und die wunderbaren Fresken. Wir haben sein kleines Buch gekauft, denn seine Erläuterungen waren eine sehr gute Predigt, die es lohnt noch einmal nachzulesen und die Bilder zu betrachten. 

Nach der eingehenden Besichtigung hatten wir noch Zeit für einen Stadtbummel, bevor es zurück ging zu unserem erholsamen Domizil.

Nach dem köstlichen Abendessen unter dem Feigenbaum folgte die „Schlussrunde“. Es gab nur positive Rückmeldungen, einzig die weite Anreise wurde beklagt. 

Wir starteten am Freitag um 9.30 Uhr zu unserer Rückfahrt, die ohne Staus verlief (in Richtung Süden gab es riesige Staus wegen der beginnenden Pfingstferien). 

 

  • Für mich gab es die erhofften Impulse, dafür danke ich allen TeilnehmerInnen und besonders Günther Götz für die gute Vorbereitung und Begleitung.                    E.K.

 

Die spirituellen Wegweisungen des Kapuziners Anton Rotzetter für einen Aufenthalt in Assisi, die uns Günther Götz zur Vorbereitung mitgegeben hatte, waren hilfreich, um uns auf den Rhythmus eines anderen Lebens einzulassen. 

„Achte auf die Stimme, die im Stillen hörbar wird …“. Rasch kamen wir zur Ruhe in der sanft gebirgigen umbrischen Landschaft, in der grünen und blühenden Umgebung der Casa San Lorenzo, abseits von jedem Verkehrslärm, mit Nächten, in denen nur die Hunde in der Umgebung zu hören waren und der Gesang der Vögel am Morgen ... Der Tag begann mit einem von den Teilnehmenden reihum gestalteten Morgenimpuls, zu dem uns die Glocke der kleinen hauseigenen Kapelle zusammenrief, und endete mit einem Rückblick auf den Tag im Abendlicht. Zu den Mahlzeiten unter dem Feigenbaum im Garten riefen wir in den Tagen vor Pfingsten den Heiligen Geist in unsere Mitte.

 „Renne nicht von Ort zu Ort, weniger ist mehr“ – das war bewusst bereits im Konzept des Aufenthalts angelegt: Jeden Tag widmeten wir uns gemeinsam einer Station auf dem Lebensweg von Franziskus und Klara, aber es blieb genug Zeit für Ruhe und Lektüre und Gelegenheit zum Schauen und Wirken-Lassen der Umgebung: die Schafe, die vorbeizogen, die Hunde, die bei uns Zuwendung suchten und fanden, die Menschen in der Nachbarschaft und ihre Geschäftigkeit … 

 „Lass dich versöhnen mit deiner Biografie“: Bei vielen Anlässen kam auch das eigene Leben mit allem Schönen und Schweren, Gelungenen und Leidvollen in den Blick, vielleicht auf den Prüfstand.      

„Komme ins Gespräch mit anderen Menschen“, so die Empfehlung, „teile dich mit, höre zu“. Wir konnten erfahren, wie gut das Gespräch tut und wie darüber Gemeinsamkeit entsteht, (nicht nur) in der abendlichen Runde beim Wein. Überhaupt: die Gemeinschaft!

„Achte auf die Bedürfnisse anderer und melde deine eigenen an“, das galt es vom ersten Tag an einzuüben. Angesichts der Selbstversorgung und der Wäscheberge, die wir von der Vorgängergruppe vorgefunden hatten, war das eine Herausforderung, die wir zusammen gemeistert haben. Eine Atmosphäre der Heiterkeit und Leichtigkeit und Nähe breitete sich zunehmend aus. Das Erlebnis, nahe an der Natur zu sein, das gemeinsame Wasserholen an der Quelle, die schöne Kooperation beim Essenzubereiten – und, ganz wesentlich, die geteilten Erfahrungen bei unseren Stationen auf Franziskus‘ und Klaras Spuren haben ihre Wirkung getan. 

„Du wirst sehen, wie Gott aufleuchtet in gelebter Gemeinschaft. Du wirst spüren, wie Franziskus da ist … mitten unter uns“, hat die Wegweisung verheißen. Sicher ist: Von Tag zu Tag fiel es uns leichter, in den Sonnengesang des Franziskus einzustimmen. Ob wir den Sinn unseres Lebens entdeckt und unsere Berufung gefunden haben? Auf alle Fälle sind wir anders aus Assisi zurückgekommen, als wir hingefahren sind. Dankbar und erfüllt.                                                                                                                       M.H.